Selbstbau: Power & Radio Bait Bucket

Eine mobile Stromversorgung und etwas Unterhaltungsmusik sollten bei keiner Session fehlen.

Dabei spielt für mich die Kapazität der mobilen Stromversorgung eine große Rolle. Doch dies bedeutet auch: je höher die Kapazität von Bleigel-Akkus ist, umso größer werden die Akkus, und das Gewicht nimmt deutlich zu. Bereits 2014 bastelte ich an einem Outdoorkoffer. Damals mit 7,5Ah Kapazität. Nur als Lademöglichkeit für Smartphone & Tablet optimal, allerdings vermisste ich ein Radio. Der kleine Weltempfänger den ich sonst dabei habe, hat oft einen schlechten Empfang, dazu kommt das die Lautstärke der kleinen Lautsprecher oft die Bundestrasse bzw. Autobahn in unmittelbarer Nähe nicht richtig übertönen kann. Eine vernünftige Nutzung war so oft nicht möglich.  So entstand der Wunsch nach etwas neuem.

Die Stromquelle meines aktuellen Projektes ist ein 12V Bleigelakku mit einer Kapazität von 24Ah. Bedeutet ca. 9kg Gewicht und eine Abmessung von etwa 16,5 x 17,5 x 12,5 cm. Dieser kostet natürlich auch ein paar Euronen, Durchschnittlich konnte ich bei diversen Internetshops einen Preis von ca. 60,00 € ausfindig machen. Um den Akku nun möglichst lange einsetzen zu können, ist es wichtig eine Tiefentladung zu vermeiden. Dies wird allerdings in der Praxis ohne Spannungsanzeige und einer zuverlässigen Abschaltautomatik schwierig. Da kommt ein sogenannter Tiefentladeschutz der sich regulieren lässt genau richtig.

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Hinzu kommt ein Autoradio ohne CD-Schacht, dafür mit USB- und SD-Kartenleser. Warum ein Radio ohne CD ? Ganz einfach: weniger Platzbedarf beim Einbau. Weiterhin lassen sich weitaus mehr Musiktitel oder Hörbücher auf einer Speicherkarte bzw. USB-Stick abspeichern als auf einer CD. Das Radio fällt beim Thema Gewicht nicht auf, lediglich die Einbaugröße spielt eine Rolle. Damit das Radio nicht nur abspielt sondern auch Töne von sich gibt wird natürlich ein Lautsprecher benötigt. Zur Stromversorgung von Tablet und Smartphone und zur Anzeige der Spannung des Bleigelakkus sowie zum Anschließen eines Ladegerätes habe ich eine Kombinationslösung verbaut. Nicht ganz unwichtig ist dann noch ein Schalter zur kompletten Trennung der Stromversorgung der Spannungsanzeige und der USB-Anschlüsse. Alle Komponenten zusammen ergaben einen Preis von ca. 170,00 €. Eine stattliche Summe, dennoch für mich preislich interessant betrachtet man die Preise diverser Hersteller für ähnliche Stromversorgungen. Wichtig dabei: Kapazität vergleichen und ob auch die Ausstattung identisch ist. Lässt man diese Gesichtspunkte nicht außer acht, liege ich mit meinem Selbstbau mit Sicherheit nicht schlecht.

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Nachdem nun die einzelnen Bauteile feststehen muss ein entsprechendes „Gehäuse“ her. Da lag der Griff zu einem Baitbucket nahe. Ein schlichter Ködereimer mit Deckel, rechteckiger Bauweise und einem stabilen Tragegriff. Die Basis stellt der Gardner Square Bait Bucket mit 17l Fassungsvermögen.

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Der Bleigelakku wurde von mir vollflächig mit einem 2K-Kleber auf dem Innenboden mittig festgeklebt. Auf dem Akku selbst habe ich dann den Tiefentladeschutz sowie ein Sicherungsgehäuse ebenfalls mit 2K-Kleber befestigt. Der Deckel des Eimers bekam 3 Ausschnitte: Schalter, Lautsprecher und für die Kombination aus USB-Anschlüssen, 12V Spannungsanzeige und KFZ-Zigarettenanzünder Buchse. Seitlich an der Wand des Eimers erfolgte der Ausschnitt für den Metallrahmen des Autoradios. Warum an der Seite und nicht Oben ? Ganz einfach: platziert unter der Liege, lässt sich das Radio noch bedienen ;-).

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Die späteren Kabelverbindungen zum Deckel und zu dem Lautsprecheranschluss des Radios werden „Trennbar“ gemacht. So ist es möglich den Deckel komplett abzunehmen um ggf. später nötige Reparaturen oder Modifikationen einfacher zu machen. Ebenso befindet sich im inneren des „Power & Radio Bait Buckets“ die Aufbewahrungsbox für das Bedienteil des Radios.

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Viel Spaß und Erfolg beim nachbauen, falls ihr durch meinen Power & Radio Bait Bucket – Projekt animiert wurdet !

Tightlines !

TORSTEN HEIGEL

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